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Herzlich Willkommen!

Wir sind das virtuelle Sturzkampfgeschwader 2 "Immelmann"; ein seit 2001 bestehendes Geschwader, das "IL-2 Sturmovik: Battle of Stalingrad", einen im Zweiten Weltkrieg angesiedelten Online-Flugsimulator, spielt.

Bei uns bist du richtig, wenn du eine Community suchst, um diesen Simulator mit anderen gemeinsam zu spielen.

Relevanz von Funkdisziplin

Der Umgang im StG 2 ist traditionell recht locker. Es wird gern gescherzt und gequatscht und dabei wird es manchmal doch recht laut im Teamspeak, so dass wichtige Dinge untergehen oder nur verzögert ankommen. Den lockeren Umgang miteinander möchten wir gern beibehalten, doch leidet unter zu großer Lockerheit manchmal der Erfolg im Spiel und damit leider manchmal auch der Spaß. Ziel ist es den Staffelmitgliedern ein paar grundlegende Regeln zu vermitteln, damit in Zukunft unsere Einsätze nicht an der Kommunikation scheitern.

Push to talk

Es gibt im Teamspeak zwei verschiedene Möglichkeiten die Sprachübertragung zu aktiveren. Die Erste ist die so genannte „Voice activation“. Hierbei überträgt Teamspeak automatisch ab einem bestimmten Lautstärkepegel. Daraus ergibt sich leider das Problem, dass jedes lautere Geräusch und oft auf jedes Atmen übertragen wird. Das ist bereits bei einer Person ziemlich nervig, bei zehn und mehr im selben Kanal möchte man sich dann nur noch das Headset von den Ohren reißen. Daneben gibt es zum Glück noch die Möglichkeit nur dann etwas zu übertragen, wenn man eine Taste drückt. Diese Funktion nennt sich PUSH-TO-TALK und sollte von allen gewählt werden!

Hierarchie

Um einen erfolgreichen Einsatz im Verband durchzuführen bedarf es einer Hierarchie. Wenn nicht einer das Kommando hat und verbindlich für den Rest vorgibt was zu tun ist, startet der Verband am Ende mit einer Mischung aus He111, Ju87, Spitfire und Panzer IV. Bei uns gilt in der Regel: die erfahrensten Piloten führen den Verband an. Sie geben Flugzeugtyp vor, Zuladung, Ziel und wie wir angreifen. In der Luft geben Sie die Anweisungen und der Rest folgt. Das Wort des Anführers gilt. Es gilt auch, wenn dieser einen Fehler macht – nur aus Fehlern lernt man! In der Luft sollte es nicht zu Diskussionen kommen, Manöverkritik sollte zwischen den Einsätzen getätigt werden, damit es beim nächsten mal besser klappt.

Kommunikationsverhalten

Eines der größten Probleme für uns ist die Effizienz der Kommunikation. Ganz unbewusst redet man drauf los und verhaspelt sich dabei, so wird aus einer Information die man mit vier Worten hätte mitteilen können schnell ein kleiner Roman. Damit sich das bessert möchten wir gern ein paar Tipps geben.

Erst denken, dann reden – klingt nach Klischee, ist aber in der Tat hilfreich. In der Hitze des Gefechts kommt es oft vor, dass man die Information nicht richtig kommuniziert. Ein beliebter Fehler sind falsche Richtungsangaben, so wird aus der „Drei Uhr“ ganz schnell eine „Neun Uhr“ Position. Deshalb gilt: erst überlegen was man sagen möchte und dann erst sprechen.

Wer bist du? – Die Qualität der Sprachübertragung ist im Teamspeak nicht sonderlich hoch, auch fällt es schwer zehn und mehr Leute nur anhand ihrer Stimme auseinander zu halten. Dies wird besonders deutlich, wenn neue Leute dabei sind. Aus diesem Grund sollte man sich und den angesprochenen Piloten im Funk immer identifizieren.„Banjo an Dochiq, Ziel in Sicht!“
„Mamba, Gegner auf sechs hoch!“
Damit ist immer klar wer angesprochen ist und es kommt nicht zu kollektiven Panikattacken wie nach
„Achtung einer auf deiner sechs!“ – es weiß ja schließlich keiner wer nun einen Gegner auf der sechs hat.

„Ähhh, da is irgendwas da drüben sieht aus wie eine BF109…oder doch eine 190? Hmm, ich ist vielleicht eine 109 kommt irgendwie auf uns zu…“ – möge der Leser nun im Kontrast zu „Lurch hat Kontakt, unbekannt 2 Uhr hoch“ betrachten. Ersteres kann den Funk gern für 20 Sekunden blockieren, letzteres bringt die Information auf den Punkt in höchstens fünf Sekunden – und erlaubt eurem Flügelmann vor dem Kontakt auf der 6 Uhr Position zu warnen. Hier also als Muster, die Klammern dürft ihr selbst ausfüllen:

[Pilot] hat Kontakt! [Freund/Feind] [Typ] [Position] [Höhe] [Flugrichtung]

Mangelt es an einer Information, lässt man diesen Teil einfach weg. Wichtig ist, die Information schnell und präzise an den Rest der Piloten zu übermitteln. Stimmt dieser Teil, dann ist auch immer Zeit vorher kurz zu überlegen, was man sagen will oder muss.

„Schei…, verdammte Schei… mich hat’s erwischt!!!“ – auch wenn das heftige Fluchen im Teamspeak erfahrungsgemäß eher den Jagdpiloten eigen ist, so sind auch viele von uns nicht davor gefeit ihrem Unmut lautstark Luft zu machen. Mit den Kraftausdrücken selbst haben wir selten ein Problem, können Sie doch mit Bedacht angewandt einer Aussage Nachdruck verleihen. Vielmehr jedoch artet dies leicht aus und im Funk ist vor lauter Flüchen kaum noch eine Information zu bekommen, außer vielleicht wie „übermodelliert“ doch die LA5-FN ist. Es wird also jedem Piloten empfohlen sich hier zu besinnen und beim Fluchen einfach nicht die Teamspeak Taste zu drücken.

WRIT Regel

Frank „Dart“ Giger von SimHQ.com hat einen sehr guten Artikel zu dem hier behandelten Thema geschrieben. Für alle die des Englischen nicht mächtig sind möchte ich einen sehr wichtigen Teil seines Artikels kurz auf Deutsch zusammenfassen:

WRIT Rule: Wait: (is it) Relevant, Important, or Time Sensitive? (WRIT Regel: Warte: (ist es) Relevant, Wichtig, oder Zeitkritisch?

Warte: Bedeutet wie schon angesprochen einen Augenblick inne zu halten zwischen dem Sehen und dem Reden. Diese Zeit sollte genutzt werden die Informationen im eigenen Kopf zu sortieren, damit sie klar und deutlich den Mund verlassen.

Relevant: Ist es relevant, was du sagst? „Ich habe Bomben dabei!“ ist für eine Gruppe von Jagdflugzeugen relevant. „Ich habe Bomben dabei!“ sollte bei einem Einsatz mit Ju 87 dagegen selbstverständlich sein.

Wichtig: Es ist wichtig die Gruppe zu informieren, wenn man keine Munition mehr hat. „Man, die Bude schuettelt in den Wolken, das glaubt ihr nicht!“ ist nicht sonderlich wichtig.

Zeitkritisch: Ist diese Information jetzt relevant oder kann ich das Aufschieben

Buchstabiertafel

Im Funk lassen sich manche Buchstaben nicht leicht verstehen, weil sie in der Aussprache anderen Buchstaben ähneln. Aus diesem Grund verwendet man hier gern ein Buchstabieralphabet, bei dem jedem Buchstaben ein Wort mit gleichen Anfangsbuchstaben zugeordnet wird. Als Beispiel führe ich hier einmal das Nato Alphabet auf:

A – ALFA
B – BRAVO
C – CHARLIE
D – DELTA
E – ECHO
K – KILO
L – LIMA
M – MIKE
N – NOVEMBER
O – OSCAR
U – UNIFORM
V – VICTOR
W -WHISKEY
X – XRAY
Y – YANKEE
F – FOXTROT
G – GOLF
H – HOTEL
I – INDIA
J – JULIETT
P – PAPA
Q – QUEBEC
R – ROMEO
S – SIERRA
T – TANGO
Z – ZULU

Und hier noch die Zahlen (Englisch):

1. one
2. two
3. three – sprich ohne th (say tree)
4. four – sprich etwas wie fower
5. five
6. six
7. seven
8. eight
9. nine – gesprochen niner
10. one zero

       
A  Anton 
B  Berta 
C  Cäsar 
D  Dora
E  Emil 
F  Friedrich 
G  Gustav 
H  Heinrich 
I  Ida 
J  Julius 
K  Kaufmann
L  Ludwig 
M  Martha 
N  Nordpol
O  Otto 
P  Paula 
Q  Quelle 
R  Richard
S  Siegfried 
T  Theodor 
U  Ulrich   
V  Viktor   
W  Wilhelm 
X  Xanthippe 
Y  Ypsilon   
Z  Zacharias 

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