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Wir sind das virtuelle Sturzkampfgeschwader 2 "Immelmann"; ein seit 2001 bestehendes Geschwader, das "IL-2 Sturmovik: Battle of Stalingrad", einen im Zweiten Weltkrieg angesiedelten Online-Flugsimulator, spielt.

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Max Immelmann

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(Der Namensgeber unseres Geschwaders)
21.09.1890 – 18.06.1916

Max Immelmann wurde am 21.09.1890 als Sohn eines Industriellen in Dresden geboren. Er zeigte daher schon ein frühes Interesse in mechanischen Dingen und trat 1905 als junger Kadett in die Kadettenschule in Dresden ein. Am 04.04.1911 trat Immelmann als Fähnrich dem 2. Eisenbahn Regiment in Berlin-Schöneberg bei. Anfang August 1911 erfolgte die Kommandierung zur Kriegsschule Anklam. Im Januar führte ihn dann ein Belehrungsreise nach Berlin-Johannesthal wo ihn das Flugwesen sehr begeisterte. Da ihm sein Dienst bei dem Eisenbahnregiment von Beginn an als langweilig und perspektivlos erscheint reicht er im März sein Entlassungsgesuch ein. Mitte April 1912 wird dieses bestätigt und Immelmann beginnt an der Technischen Hochschule in Dresden zu studieren. Als der Weltkrieg begann sah man eigentlich Max und seinen Bruder Franz für die Fliegerausbildung vor, da sich beide am 10.08.1914 zur Ausbildung gemeldet hatten, stattdesen wurde aber Max Immelmann wieder am 18.08.1914 zu seinem Stammtruppenteil, dem Eisenbahner-Regiment 2, eingezogen. Im November 1914 wurde er zur Fliegertruppe bei Johannesthal versetzt und bereits im März 1915 erhielt er seine Pilotenlizenz (3. Flugzeugführerprüfung bestanden). Anfang April 1915 kam er zur Feldfliegerabteilung 10 bei Vrizy, wo er zuerst unbewaffnete Beobachtungsflugzeuge flog.

mi-fzZwei Wochen später aber wurde er zur Feldfliegerabteilung 62 in Döberitz versetzt. Diese Abteilung hatte anfangs zum größten Teil nur zweisitzige L.V.G. Beobachtungsflugzeuge. Als diese Einheit aber am 13. Mai entlang der Front bei Douai verlegt wurde bekam auch Sie die neue Fokker Maschine. So konnte der kommandierende Hauptmann Hermann Kastner einen der besten Piloten, Oswald Boelcke, mit der neue Geheimwaffe der Deutschen dem Fokker Eindecker mit synchronisierten Maschinengewehr-, vertraut machen. Leutnant Oswald Boelcke flog den ersten Eindecker der Einheit und so wurde der kurz danach eintreffende zweite Eindecker an Max Immelmann vergeben. Am 14 Juli wurde Immelmann zum Leutnant der Reserve (Ende 1915 erfolgte dann seine Beförderung zum Oberleutnant) befördert und am 31. des gleichen Monats hatte er bereits seine ersten Flugstunden auf dem Fokker E-1, Typenbezeichnung 3/15 geflogen.

Am 1. August 1915 sollte Immelmann zusammen mit einem Kopiloten zu einem Aufklärungsflug aufbrechen. Ein Auto brachte ihn um 04:00 Uhr morgens zum Flughafen. Der Einsatz wurde jedoch aufgrund schlechtem Wetter abgesagt, und er konnte sich wieder hinlegen. Um 04:45 Uhr wurde er plötzlich von einem furchtbaren Lärm wieder aus dem Schlaf gerissen. Der Flugplatz wurde von 9 (eventuell auch 10) britischen Be2 Quirks in etwa 1.000 Fuss Höhe schwer bombardiert. Boelcke hob sofort ab, um die Verfolgung aufzunehmen. Immelmann wollte ebenfalls starten, doch sein Kopilot hatte Bedenken wegen der schlechten Sicht. Immelmann kletterte daraufhin in seine Fokker und nahm allein die Jagd auf. Als er am Schauplatz des Luftkampfes eintraf sah er gerade Boelcke mit einem britischen BE2c, geflogen von Leutnant William Reid, kämpfen. Als Boelcke aber Probleme mit seinem MG bekam ließ er von der BE2c ab und zog sich zum Heimatflughafen zurück. Immelmann stürzte sich dann auf den Briten und zwang ihn durch seinen Beschuß zur Bruchlandung. Für diesen ersten Luftsieg erhielt er später das Eiserne Kreuz I. Klasse. Während der kommenden Monate sollte es zu einem rivalisierenden Kampf zwischen Immelmann und Boelcke kommen in dem jeder versuchte mehr Flugzeuge abzuschießen als der andere. Im September schließlich verließ Boelcke die Abteilung und so konnte Immelmann allein über das Gebiet bei Lille herrschen. Beide Piloten läuteten zu diesem Zeitpunkt den Beginn der sogenannten Fokker Plage ein und dieses Kapitel sollte später mit dem Tod von Max Immelmann auch enden.

immelmannImmelmann bewies so außergewöhnliche Fähigkeiten, daß er quasi im Alleingang die uneinschränkte Lufthoheit zwischen Lille und Perone erringen konnte. Den deutschen Beobachtungsposten zufolge war der Luftraum spätestens 10 Minuten nach Immelmanns Ankunft vom Feind gesäubert. Immelmanns Auftrag bestand darin, hoch über den feindlichen Linien zu fliegen und jedes britische Flugzeug abzuschießen, auf das er stieß. Er war einer der ersten Piloten, der sich die Sonne für Überraschungsangriffe zunutze machte. Die meisten seiner Gegner bemerkten seine Gegenwart oft erst, wenn eine Maschinengewehrsalve den Rumpf ihrer Maschine durchschlug.

Niemand ist perfekt, und auch bei Immelmann saß nicht immer gleich der erste Schuß. Doch dank eines Manövers (die berühmte Immelmann – Wende), von dem viele, behaupten es sei aerodynamisch völlig unmöglich, konnte er eine ganze Serie aufeinanderfolgende Angriffe fliegen. Dabei zog er nach dem ersten Sturzflugangriff die Maschine plötzlich nach oben, machte eine vertikale Drehung und stützte aus der entgegengesetzte Richtung wieder auf sein Opfer hinab. Seine Heldentaten in der Luft fanden große Beachtung, und er war einer der erste Piloten, der Berühmtheit unter der breiten Bevölkerung erlangte. Immelmann war ein phantastischer Schütze. Einmal kehrte er von einem Abschuß zurück, für den er nur 15 Kugel benötigt hatte. Selten verbrauchte er nicht mehr als notwendig von seiner Munition. Durch seine munitionssparende Art zu kämpfen war er in der Lage so lange in der Luft zu bleiben, wie sein Treibstoff ausreichte. Während der Sommermonate 1915 flog er zwei verschiedene Maschinen: eine zweisitzige LVG und eine Fokker E. Normalerweise nahm er den Zweisitzer in den Morgenstunden und die Fokker abends. Er ließ sich eigentlich nur von schlechtem Wetter abhalten und flog manchmal über 3 Stunden in der LVG, landete und hob mit seiner Fokker erneut ab, um noch eine weitere Stunde in der Luft zu bleiben.

plmAn seinem vierten Sieg erhielt Max Immelmann den Militärischen St. Heinrich Orden von Sachsen. Nach dem sechsten Luftsieg verlieh man ihm den Hohenzollerischen Haus Orden. Am 12.01.1916 schließlich hatten er und Boelcke ihren achten Abschuß zu verzeichnen und sie erhielten beide als erste Piloten in Deutschland den preußischen Orden Pour le Mérite (später genannt „Blauer Max“ zu Ehren von Max Immelmann und wegen der bläulichen Färbung des Ordens). Nach dem zwölften Sieg wurde Immelmann den nach seiner Meinung wichtigsten Orden für einen Sachsen, das Kommandeurskreuz 2. Klasse des sächsischen Militär St. Heinrichsorden, verliehen.

Immelmann war so erfolgreich, das er bei Freund und Feind schließlich als unbesiegbar galt und Spitznamen Adler von Lille erhielt. Um so mehr schockierte sein Tod am 18. Juni 1916 die deutschen Nation.

mi-todMan weigerte sich zu glauben, daß er der bisher 15 Abschüsse erreicht hatte, im Kampf gefallen sei. Es gab die unterschiedlichsten Berichte über eine mögliche Absturzursache: Motorausfall, deutsche Artillerie, Abschuß durch einen Jäger des RFC oder Versagen der Nockensteuerung bei seinem synchronisierten Maschinengewehr. Immelmanns Synchronsteuerung hatte am 31. Mai schon einmal versagt. Er hatte seinen eigenen Propeller zerschossen, überstand jedoch die nachfolgende Bruchlandung ohne großen Schaden. Franz Immelmann beauftragte nach dem Tod seines Bruders den Untersuchungsausschuß der 6. Armee mit den Nachforschungen, und man kam zu dem Schluß, daß der Mechanismus ein weiteres Mal ausgesetzt haben mußte, diesmal mit einem tödlichen Ende. Anthony Fokker wollte dies nicht akzeptieren, und eine spätere, geheime Untersuchung, die niemals veröffentlicht wurde, entlastete die Maschine tatsächlich und schrieb die Schuld der eigenen Artillerie oder dem RFC zu. Bevor Immelmanns Tod bekanntgegeben wurde, berichtete Captain G. R. McCubbin und Corporal J. H. Waller von der 25. RFC Staffel, daß sie mit ihren FE2Bs um 19:00 Uhr eine Fokker über Annay abgeschossen hätten. Man kann davon ausgehen, daß es sich hierbei um Immelmann gehandelt hat.

Luftsiege: 15

Auszeichnungen: Pour Le Merite, Kommandeurskreuz 2.Klasse des sächsischen Militärs, St.Heinrichsorden, Ritterkreuz des Königlichen Hausorden von Hohenzollern mit Schwertern, Eisernes Kreuz erster und zweiter Klasse

Einheiten: Feldfliegerabteilung 10, Feldfliegerabteilung 62, KEK Douai

Dienstgrad: Oberleutnant

Flugzeug: Fokker EIII

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