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Museumsvorstellung: Aviodrom Lelystad

Geschrieben von dochiq am 07. Juli 2008 um 08:00

 

Aviodrom Lelystad


In der niederländischen Provinz Flevoland, nordöstlich von Amsterdam gelegen, stellt das Aviodrom Lelystad eine Art nationales Luftfahrtmuseum der Niederlande dar. Mit viel Mühen und Kostenaufwand (was sich wohl direkt in den hohen Eintrittspreisen niederschlägt) wurde innerhalb der letzten Jahre ein Museum aus dem Boden gestampft, dass sich nicht zu verstecken braucht, allerdings aber in Teilen auch noch etwas unfertig wirkt.

Aviodrom Lelystad

Das Museum besteht aus einem Innen- und einem Außenteil. Im Inneren, einer großen, mehrfach unterteilten Halle mit leider sehr foto-unfreundlicher Beleuchtung, wird die Geschichte der Luftfahrt in chronologischer Reihenfolge mit verschiedenen Eyponaten dargestellt. Wie nicht anders zu erwarten, liegt der Schwerpunkt hierbei auf der niederländischen Luftfahrtgeschichte. Dadurch kommt man in den Genuss einiger äußerst seltener Flugzeuge aus der Anfangszeit der Luftfahrt wie z.B. die BAT F.K. 23 und die Fokker F.VII.

Fokker F.VII

In der großen Haupthalle setzt sich die Geschichte der Luftfahrt mit moderneren Flugzeugtypen fort. Ein Eyecatcher ist neben Jagdflugzeugen wie der Hawker Hunter oder einer Ex-DDR-MiG-21 sicherlich die ausgestellte Lockheed P-2 Neptune, die bei den niederländischen Marinefliegern als Seeaufklärer im Dienst stand.

Neptune

Neben der Ausstellungshalle ist vor allem das Außengelände des Museums sehenswert. Hier stehen ebenfalls einige interessante Luftfahrtzeuge: Neben der obligatorischen F-104 sind vor allem eine Constellation, eine Saab Viggen und eine Boeing 747 in voller Größe zu bewundern.

Viggen

Ganz besonders erstaunlich ist der originalgetreue Nachbau des Terminals des Flughafen Amsterdam-Schiphol aus dem Jahre 1928, in dem sich - neben einer Fortsetzung des Museums - teilweise eine ebenso "antike" Ausstattung befindet. So erhält man einen kleinen Eindruck davon, wie das Fliegen in den 20er Jahren war. Vom begehbaren Tower aus hat man zudem einen tollen Überblick über das gesamte Museumsgelände.

Tafel

 

Constellation

So ist das Museum insgesamt zwar sehenswert, da es sich aber noch sichtbar im Aufbau befindet, sind die doch etwas hohen Eintrittspreise allerdings noch nicht wirklich gerechtfertigt. Ärgerlich ist z.B. die an vielen Exponaten komplett fehlende Beschreibung. Andererseits sind sehr gute Ansätze zu erkennen und die Rekonstruktion des alten Flughafens von Amsterdam ist mal eine neue Idee. Die ausgestellten Flugzeugtypen bilden eine gesunde Mischung zwischen altbekannten und seltenen Typen.

 

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Autor: dochiq
Datum: 07. Juli 2008 08:00 Uhr
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