Buchtipps
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Heute möchte ich euch auf etwas aufmerksam machen, und zwar dass Sakai - ihr kennt ihn auch als JG302_Sakai, ein Pilot von unserem befreundeten virtuellen Geschwader - für die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Klassiker der Luftfahrt“ (2/11) einen Artikel verfasst hat.
Dieser dreht sich um den japanischen Sturzbomber D4Y „Suisei“.
Die Konstruktion der „Suisei“ („Komet“) geht auf die Heinkel He 118 zurück, welche die Sturzkampfbomberauschreibung in Deutschland gegen die bekannte Ju 87 verlor und dann nach Japan ging.
Was die Japaner daraus machten und warum die D4Y weitaus fortschrittlicher war als u.a. die Ju-87, könnt ihr in seinem Artikel nachlesen.
Viel Spass dabei wünscht JG302_Sakai
Vielleicht folgen noch weitere Berichte von Sakai in der Zeitschrift „Klassiker der Luftfahrt“ wir halten euch auf dem laufenden.
Homepage der Klassiker der Luftfahrt
http://www.klassiker-der-luftfahrt.de/
Kurzübersicht der Ausgabe 2/11
http://www.klassiker-der-luftfahrt.de/de/heft/klassiker-der-luftfahrt-022011.36765.htm
Der Krieg, der nie stattfand. Teil 3: Team Yankee
dochiq, am 30. Januar 2010 23:27 Uhr in: Buchtipps
"Team Yankee": Mittendrin statt nur dabei?
Harald Coyle, Team Yankee. A novel of World War III, New York 1987
Vor einiger Zeit habe ich bereits zwei Bücher zum Thema besprochen, tom Clancys „Red Storm Rising“ and Sir John Hacketts „Der Dritte Weltkrieg“. Fortsetzen werde ich die Reihe nun mit dem 1987 erschienenen „Team Yankee“ von Harold Coyle.
Coyle war Panzeroffizier der US Army und ist mittlerweile einer der bekannteren Militär/Techno-Thriller-Schriftsteller in den USA. Ähnlich wie bei tom Clancy waren seine frühen Werke vom Szenario her die Interessantesten: Der finale Clash zwischen NATO und Warschauer Pakt in Mitteleuropa. Coyle bedient sich als Rahmenhandlung des Szenarios, das Hackett in seinem „Dritten Weltkrieg“ auf strategischer Ebene entworfen hat, zeigt den Krieg aber nur aus der Perspektive einer einzigen Kompanie, von einigen wenigen erzählerischen Ausflügen in die Gedankenwelten einzelner Kontrahenten abgesehen. Der Leser erfährt über die großen Zusammenhänge und den Kriegsverlauf nur das, was auch die Protagonisten in Erfahrung bringen können – und das ist naturgemäß nicht viel. Das trägt zur Authentizität bei, denn so erlebt man den Krieg nur durch die Augen der handelnden Soldaten.
Titelgeber ist das „Team Yankee“, eine kompaniestarke gemischte Einheit aus einer um einen Zug reduzierten Panzerkompanie und einem Zug unterstellter „Mech. Infantry“ (vergleichbar mit Panzergrenadieren). Im Gegensatz zu den regulären Companies werden oder wurden solche erst im Einsatz gemischten Einheiten als „Teams“ bezeichnet. Ausgerüstet ist das Team mit M-1-Panzern und M-113 APC. Ihr CO ist Capt. Bannon, die Hauptfigur des Buches, ein junger Panzeroffizier.
Der Krieg, der nie stattfand. Teil 2: John Hackett
dochiq, am 08. November 2008 23:30 Uhr in: Geschichte Buchtipps
Der Krieg, der nie stattfand. Teil 2:
General Sir John Hackett, Der Dritte Weltkrieg. Hauptschauplatz Deutschland, London 1979
Im Gegensatz zu tom Clancy, dessen Vision eines Dritten Weltkrieges im ersten Teil besprochen wurde, war General Sir John Hackett ein echter Experte: Schon bei Operation "Market Garden" 1944 war er dabei und wurde später Kommandeur von NORTHAG, der Northern Army Group der NATO, die mit belgischen, niederländischen, britischen und deutschen Truppen dafür zuständig war, Norddeutschland von der Elbe bis nach Kassel zu verteidigen. Somit kann man annehmen, dass er zumindest im militärischen Bereich einigermaßen wusste, wovon er schreibt. Zudem holte er sich noch ein halbes Dutzend hochrangige Militärs und Militärhistoriker zur Unterstützung mit ins Boot. Daraus entstand ein Buch, das im Stile eines Geschichtswerkes geschrieben ist, das einige Jahre nach den beschriebenen, von Hacketts Standpunkt aus in der Zukunft liegenden Ereignissen erscheint und diese verarbeitet.
Wie auch Clancy stand Hackett vor dem Problem, eine politische Weltsituation kreieren zu müssen, die einen Krieg wahrscheinlich werden lässt. Im Gegensatz zu Clancy konstruiert Hackett eine weltweite Krisensituation, bei der man schnell den Überblick verliert und die auch etwas sehr unrealistisch erscheint. Das Problem ist auch, dass er vom Ende der 70er Jahre ins Jahr 1985 vorausgeschaut und sich somit viel "künstlerische Freiheit" gegönnt hat. Somit wird die erste Hälfte des Buches mit den Schilderungen der verschiedensten Krisenherde - von Südafrika bis Saudi-Arabien - verbracht.
Die Handlung, eine Krise, die sich schließlich zum Krieg aufschaukelt, der in Mitteleuropa zunächst konventionell ausgefochten wird, findet im August 1985 statt. Das dürfte den Grund gehabt haben, dass Hackett von seinem 77/78er Standpunkt aus gerade noch absehen konnte, welche Waffensysteme 1985 im Einsatz sein werden. Es bliebe aber auch genug Zeit, die von ihm dringend vorgeschlagenen Verbesserungen vorzunehmen. Denn das ist die Message des Buches: Wenn "jetzt" (also 1978) damit begonnen wird, die Defizite in der Nato-Verteidigung zu beheben, hat die NATO Mitte der 80er eine knappe Chance, einen Angriff zurückzuschlagen. Oder, im Sinne der damaligen Politik, eine tatsächlich glaubwürdige Abschreckung zu produzieren und damit einen Krieg zu verhindern.
Daher hat das Buch heutzutage natürlich nur noch historischen Wert - es ermöglicht aber einen Einblick in die militärische Seite der beginnenden Aufrüstungsdebatte Ende der 70er/Anfang der 80er und darüber hinaus ist es - im wahrsten Sinne des Wortes - unheimlich interessant, einen hypothetischen Dritten Weltkrieg aus der Sicht eines Fachmannes geschildert zu bekommen.
Die Luftschlacht um England Teil 3
Helbig, am 31. Oktober 2008 19:18 Uhr in: Buchtipps Luftfahrt Geschwader
Und nun geht es mit den Tagebucheinträgen des St.G.2 "Immelmann" in der Luftschlacht um England weiter. Beide Seiten lieferten sich in der Luft immer noch erbitterte Gefechte.
Doch viele Unzulänglichkeiten in der Führung der Luftwaffe und für ihre Aufgabe ungeeignete Flugzeugtypen erschwerten den Kampf gegen die Britische Insel. Die Verluste an Menschen und Material nahmen erschreckende Formen an.
Hurricane Jäger im Landeanflug
15. August Zwei Bf 110 bringen eine „Spitfire" unbeschädigt vom Einsatz zurück. Sie hatten sich ihr „auf die Tragflächen gesetzt" und zwangen sie so, in Caen zu landen.
18. August 1940 Dieser Tag, es war ein Sonntag, ging in die englische Geschichtsschreibung als der härteste Tag der Luftschlacht ein. Aber er war es nicht nur für die Briten. Der 18. August war auch ein rabenschwarzer Tag für die deutsche Luftwaffe und ein schicksalshafter Tag für die Stukas. An diesem Tag verlor das Geschwader vierzehn Maschinen nebst Besatzungen über England. Acht weitere kehrten mehr oder weniger beschädigt auf ihre Einsatzplätze nach Frankreich zurück. Dabei machten drei von ihnen bei der Landung Bruch. Nach diesem Desaster wurden die Stukaverbände nach und nach aus dem Einsatz genommen. Lediglich je eine Staffel des St.G.77 und das St.G.2 verblieben für Spezialeinsätze gegen die britische Insel an der Kanalfront. Teile der aus dem Einsatz genommenen Stukas gingen an die Stukaschulen nach Wertheim und Lippstadt. Der Rest des St.G.2 verblieb eine Zeitlang zur Bereitstellung in der Nähe des Kanals, bis auch er zurück in das Reichsgebiet verlegt wurde.
Die Luftschlacht um England Teil 2
Helbig, am 27. September 2008 00:57 Uhr in: Geschichte Buchtipps SoW: BoB
Über England aber tobte unentwegt der Luftkampf, der von beiden Seiten mit größter Erbitterung geführt wurde, weiter. Schon wurden die Transportmittel zusammengezogen, ihre Konzentrationspunkte vom Feind immer wieder ausgemacht und aus der Luft angegriffen. Am 15. September 1940 sollte die deutsche Invasion anrollen. Bei allen Vorbereitungen erwies es sich, daß Hitler nur sehr zögernd an das Unternehmen heranging. Er wollte nur landen, wenn das Risiko nicht zu groß war.
Unbeschadet aller Verluste, die die deutschen Kampfflugzeuge in der „Schlacht um England" erlitten, waren sie durch ihren pausenlosen Einsatz drauf und dran, die Luftherrschaft über der Insel zu erobern. Im September 1940 war man im Hauptquartier der englischen Jäger, in Standmore, äußerst besorgt. Beinahe alle Flugplätze, auch Biggin Hill im Süden Londons, waren auf das schwerste angeschlagen worden.

Als Voreinstimmung auf das kommende PC Spiel "Storm of War: Battle of Britain" und zur geschichtlichen Aufklärung möchten wir euch bei uns im Blog eine kleine Serie über das StG 2 "Immelmann" während des Einsatzes über England erzählen. Darüber hinaus wird jeder Abschnitt mit Original Aufnahmen des StG 2 "Immelmann"-Geschwaders, die kleinen kurzen Abschnitte ergänzen.
Am 10 Juli 1940 begannen deutsche Kampfflugzeuge in Vorbereitung der Englandpläne, die Insel konzentriert anzugreifen. Die Luftschlacht um England hatte begonnen.
England war längst auf den Kampf vorbereitet. Man erwartete die deutsche Invasion, als diese noch nicht einmal in der Planung feststand. Seebäder wurden vermint, Küstenstraßen blockiert und Wegweiser abmontiert. Die Homeguard bewaffnete sich zum Teil sogar mit Schrotflinten, Hieb- und Stichwaffen. Für England war es ein Vorteil, daß Hitler seine hoffnungen immer noch auf einen Verhandlungsfrieden setzte und nicht auf seine militärischen Berater hörte, die der Ansicht waren, daß Deutschland für ein derartiges Unternehmen nicht vorbereitet wäre, daß aber, wenn England jemals besiegt werden sollte, es wahrscheinlich jetzt und sofort geschehen müßte.
Der Krieg, der nie stattfand. Teil 1: Tom Clancy
dochiq, am 10. Juli 2008 11:29 Uhr in: Geschichte Buchtipps
Der Krieg, der nie stattfand. Teil 1:
tom Clancy, Red Storm Rising, New York 1986.
Neben dem Zweiten Weltkrieg richtete sich mein Interesse in den letzten Jahren vor allem auf den Kalten Krieg. Gerade die militärische Seite dieses Langzeitkonfliktes lädt dabei natürlich zu zahlreichen "Was-wäre-wenn"-Gedankenspielen ein, denn glücklicherweise ist aus dem kalten nie ein heißer Krieg geworden. Heutzutage natürlich nur noch von geschichtlichem Interesse, haben sich hauptsächlich zu Hochzeiten der Blockkonfrontation einige Leute, der eine mehr, der andere weniger kompetent, darüber Gedanken gemacht, wie denn ein Krieg zwischen Warschauer Pakt und NATO hätte aussehen können, wenn es nicht sofort zum gegenseitigen Austausch von nuklearen Grußbotschaften gekommen wäre. Das wahrscheinlichste Szenario eines konventionellen Krieges war natürlich ein massiver mechanisierter Angriff des Warschauer Paktes in Mitteleuropa (sprich: Deutschland) mit diversen Aktionen an der Peripherie (Skandinavien, Mittelmeer).
Beginnen wir die Betrachtung mit dem populärsten Beispiel der "what if"-Literatur: tom Clancys "Red Storm Rising" (in Deutschland als "Im Sturm" erschienen):
Der Plot ist recht simpel, dient er ja schließlich nur dafür, einen Vorwand für den Ausbruch der Kampfhandlungen zu finden: Irgendwann Mitte der 80er Jahre (dem Entstehungszeitraum des Buches) hat die UdSSR gravierende Probleme mit der Ölversorgung. Um dem abzuhelfen, plant die sowjetische Führung einen Angriff auf den ölreichen persischen Golf. Um dies erreichen zu können, muss aber vorher die NATO ausgeschaltet werden - mittels eines massiven Angriffs auf die Bundesrepublik Deutschland...
tom Clancy" >zum kompletten Artikel
Rezension: Hermann Hagena, Jagdflieger Werner Mölders. Die Würde des Menschen reicht über den Tod hinaus, Aachen 2008.
Hohe Wellen hat sie geschlagen, die Umbenennung des Jagdgeschwaders 74 "Mölders" der Luftwaffe vor drei Jahren. Bezug nehmend auf einen Bundestagsbeschluss von 1998, der in einem fast leeren Parlament - praktisch nur die PDS war da - zustandegekommen ist und ausgelöst durch einen tendenziösen, unsachlichen und schlecht recherchierten (wenn man da überhaupt von "Recherche" sprechen darf) "Kontraste"-Fernsehbericht von 2004, wurde dem JG 74 der Traditionsname "Mölders" aberkannt. Man hatte plötzlich "entdeckt", dass der 1941 bei einem Flugzeugabsturz umgekommene Jagdflieger Oberst Werner Mölders nicht "traditionswürdig" für die Soldaten der Bundeswehr sei. Aufhänger war seine Mitgliedschaft in der "Legion Condor": Mölders soll an Angriffen auf die Zivilbevölkerung in Spanien beteiligt gewesen sein, z.B. in Guernica, wobei man offensichtlich nicht einmal in der Lage war, nachzuschauen, ob Mölders zu dieser Zeit überhaupt in Spanien war. War er nämlich nicht. Und natürlich war Mölders überzeugter Nazi - denn welcher Soldat zwischen 33 und 45 war das schließlich nicht? Auf diesem "Niveau" bewegten sich die Anschuldigungen. Wie dem auch sei, nachdem ein Gutachten des MGFA eingeholt wurde, wurde der Namen aberkannt, auch wenn der damalige Verteidigungsminister Dr. Peter Struck dies scheinbar durchaus widerwillig tat.
Rezension: Abenteurer der Lüfte
dochiq, am 04. Mai 2008 19:33 Uhr in: Buchtipps
Rezension: Alexis von Croy, Abenteurer der Lüfte. Die besten Geschichten über das Fliegen, München 2003.
Ein Rückblick auf ein Jahrhundert Fliegerei.
In diesem Buch hat der Luftfahrtjournalist Alexis von Croy einige bekannte und auch weniger bekannte Episoden aus der Luftfahrtgeschichte zusammengetragen und kurzweilig aufbereitet. Damit führt er den Leser chronologisch durch 100 Jahre Luftfahrt, beginnend mit den ersten Flügen der Gebrüder Wright im Jahr 1903, über deren Einzigartigkeit ja ab und zu diskutiert wird, bis zum Absturz der Concorde im Jahr 2000, dessen schockierende Bilder die meisten Leser noch im Kopf haben werden. Im Folgenden sollen einige Kapitel exemplarisch vorgestellt werden.
Weit weniger bekannt als die Atlantiküberquerung von Charles Lindbergh, die ja "nur" der erste Alleinflug über den Atlantik war, ist auch heute noch die erste Nonstop-Atlantiküberquerung per Flugzeug überhaupt durch John Alcock und Arthur Whitten-Brown im Jahr 1919. Mit einem Vickers Vimy-Bomber aus dem Ersten Weltkrieg schafften die beiden mutigen Flieger erstmals, was heute selbstverständlich scheint.
zum kompletten Artikel
Rezension: In geheimer Mission
dochiq, am 07. März 2008 14:18 Uhr in: Geschichte Buchtipps LuftfahrtRezension: Richard Perlia, In geheimer Mission. Memoiren eines Testpiloten unter Hitler, Augsburg 1999.
Der 1905 geborene Testpilot und Fotograf Richard Perlia beschreibt in seinen Memoiren sein abenteuerliches Leben, wobei der Schwerpunkt auf der Zeit von 20er bis zu den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts liegt.
Perlia kam in seinen jungen Jahren in den „wilden Zwanzigern" zur Fliegerei, nachdem er seine vom Elternhaus für ihn vorgesehene „Karriere" als Geistlicher im Kloster aufgrund eines Liebesabenteuers und dem folgenden Rauswurf nicht verwirklichen konnte. So konnte er seinen Wunsch verwirklichen, Pilot zu werden. In verschieden Flugschulen (Klemm, Raab-Katzenstein) und diversen, meist nur kurzfristigen Anstellungen als Werkspilot lernte er fliegen und erlangte weitreichende Erfahrung, die ihm später oft genug das Leben retten sollte. Durch Perlias Erzählungen erhält man einen faszinierenden Eindruck in die abenteuerliche Fliegerei der späten 20er und frühen 30er Jahre in gefährlich anmutenden Holzkisten: Kolbenfresser während eines Überlandfluges? Kein Beinbruch, dann wird auf dem nächsten Acker gelandet, das Problem behoben und weitergeflogen. Für den Nachtflug fehlen die vorgeschriebene Beleuchtung und die Positionslichter? Mit ein paar Taschenlampen und ein bisschen Draht wird auch dieses Problem gelöst. Unzählige solcher Anekdoten vermitteln ein Bild dieser Zeit. Heutzutage kaum vorstellbar, was in diesen Anfangsjahren der Fliegerei alles möglich war.
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