Geschichte
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Red Tails Lucasfilm neuer WW 2 Kriegsfilm
Helbig , am 11. August 2011 20:44 Uhr in: Geschichte VideosEin sehr intressanter WW 2 Kriegsfilm kommt 2012 auf euch zu, aber seht selbst , der Trailer zeigt schon so einiges. Ich bin gespannt und werde das Projekt weiter verfolgen. Die Story ist nicht neu, es geht um die "Tuskegee Piloten", die farbigen Piloten des zweiten Weltkrieges, die erst sehr spät in den Krieg einziehen durften, hier spielten immer noch rasistische Probleme in Amerika eine große Rolle, niemand wollte mit einem farbigen Piloten fliegen. Nur unter sich konnten sie mit der Pilotenausbildung beginnen, doch bis zu ihrer ersten richtigen Feuertaufe war es ein langer Weg, den sie sich erkämpfen mussten.
Der Krieg, der nie stattfand. Teil 2: John Hackett
dochiq, am 08. November 2008 23:30 Uhr in: Geschichte Buchtipps
Der Krieg, der nie stattfand. Teil 2:
General Sir John Hackett, Der Dritte Weltkrieg. Hauptschauplatz Deutschland, London 1979
Im Gegensatz zu tom Clancy, dessen Vision eines Dritten Weltkrieges im ersten Teil besprochen wurde, war General Sir John Hackett ein echter Experte: Schon bei Operation "Market Garden" 1944 war er dabei und wurde später Kommandeur von NORTHAG, der Northern Army Group der NATO, die mit belgischen, niederländischen, britischen und deutschen Truppen dafür zuständig war, Norddeutschland von der Elbe bis nach Kassel zu verteidigen. Somit kann man annehmen, dass er zumindest im militärischen Bereich einigermaßen wusste, wovon er schreibt. Zudem holte er sich noch ein halbes Dutzend hochrangige Militärs und Militärhistoriker zur Unterstützung mit ins Boot. Daraus entstand ein Buch, das im Stile eines Geschichtswerkes geschrieben ist, das einige Jahre nach den beschriebenen, von Hacketts Standpunkt aus in der Zukunft liegenden Ereignissen erscheint und diese verarbeitet.
Wie auch Clancy stand Hackett vor dem Problem, eine politische Weltsituation kreieren zu müssen, die einen Krieg wahrscheinlich werden lässt. Im Gegensatz zu Clancy konstruiert Hackett eine weltweite Krisensituation, bei der man schnell den Überblick verliert und die auch etwas sehr unrealistisch erscheint. Das Problem ist auch, dass er vom Ende der 70er Jahre ins Jahr 1985 vorausgeschaut und sich somit viel "künstlerische Freiheit" gegönnt hat. Somit wird die erste Hälfte des Buches mit den Schilderungen der verschiedensten Krisenherde - von Südafrika bis Saudi-Arabien - verbracht.
Die Handlung, eine Krise, die sich schließlich zum Krieg aufschaukelt, der in Mitteleuropa zunächst konventionell ausgefochten wird, findet im August 1985 statt. Das dürfte den Grund gehabt haben, dass Hackett von seinem 77/78er Standpunkt aus gerade noch absehen konnte, welche Waffensysteme 1985 im Einsatz sein werden. Es bliebe aber auch genug Zeit, die von ihm dringend vorgeschlagenen Verbesserungen vorzunehmen. Denn das ist die Message des Buches: Wenn "jetzt" (also 1978) damit begonnen wird, die Defizite in der Nato-Verteidigung zu beheben, hat die NATO Mitte der 80er eine knappe Chance, einen Angriff zurückzuschlagen. Oder, im Sinne der damaligen Politik, eine tatsächlich glaubwürdige Abschreckung zu produzieren und damit einen Krieg zu verhindern.
Daher hat das Buch heutzutage natürlich nur noch historischen Wert - es ermöglicht aber einen Einblick in die militärische Seite der beginnenden Aufrüstungsdebatte Ende der 70er/Anfang der 80er und darüber hinaus ist es - im wahrsten Sinne des Wortes - unheimlich interessant, einen hypothetischen Dritten Weltkrieg aus der Sicht eines Fachmannes geschildert zu bekommen.
Historikerkommission zur Bombardierung von Dresden
dochiq, am 02. Oktober 2008 00:41 Uhr in: Geschichte
Opferzahlen des Angriffs vom 13./14. Februar 1945 neu untersucht.
(Foto: wikipedia)
Der verheerende Luftangriff auf Dresden am 13. und 14. Februar 1945 sorgt bereits seit Jahrzehnten für Streit. Zum einen sind es die angeblichen Tiefflieger, die auf Zivilisten geschossen haben sollen und zum anderen ist es die Zahl der Opfer, die die Gemüter erhitzen. Bis zu 500.000 sollen es gewesen sein - eine absurde Zahl, wenn man bedenkt, dass für die Gesamtzahl aller im Bombenkrieg in Deutschland Umgekommen etwa diese Zahl angesetzt wird. Aber auch niedrigere Zahlen wie die 135.000 Toten, die vor allem durch den rechtsradikalen britischen Pseudo-Historiker David Irving in Umlauf gebracht wurden und die lange Zeit nicht nur von rechten und linken Pamphleten, sondern auch von populärwissenschaftlichen Werken und scheinbar seriösen Zeitungen verbreitet worden sind, waren bei genauerer Betrachtung nicht haltbar. Das bewies bereits in den 70er Jahren der Historiker Götz Bergander nach akribischer Recherche und Quellenauswertung in seinem umfassenden Werk "Dresden im Luftkrieg. Vorgeschichte - Zerstörung - Folgen". Bergander stellte fest, dass 35.000 Tote durch den Angriff die Höchstgrenze sei. Wie das nun aber so ist: Historiker können viel schreiben; lesen tun es nur wenige und so hielten sich die eigentlich widerlegten Zahlen im kollektiven Bewusstsein noch weiter. Von liebgewonnenen Legenden, von 100.000 im Feuersturm restlos verbrannten Leichen oder massenmordenden Tieffliegern lässt man nur ungern los, getreu dem Motto: "Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Fakten."
Nun wurde auf dem Deutschen Historikertag, der dieses Jahr in Dresden stattfindet, das Ergebnis einer Historikerkommission präsentiert, die die Opferzahlen noch einmal unter die Lupe genommen hat. Die "WELT" schreibt dazu:
Die Luftschlacht um England Teil 2
Helbig, am 27. September 2008 00:57 Uhr in: Geschichte Buchtipps SoW: BoB
Über England aber tobte unentwegt der Luftkampf, der von beiden Seiten mit größter Erbitterung geführt wurde, weiter. Schon wurden die Transportmittel zusammengezogen, ihre Konzentrationspunkte vom Feind immer wieder ausgemacht und aus der Luft angegriffen. Am 15. September 1940 sollte die deutsche Invasion anrollen. Bei allen Vorbereitungen erwies es sich, daß Hitler nur sehr zögernd an das Unternehmen heranging. Er wollte nur landen, wenn das Risiko nicht zu groß war.
Unbeschadet aller Verluste, die die deutschen Kampfflugzeuge in der „Schlacht um England" erlitten, waren sie durch ihren pausenlosen Einsatz drauf und dran, die Luftherrschaft über der Insel zu erobern. Im September 1940 war man im Hauptquartier der englischen Jäger, in Standmore, äußerst besorgt. Beinahe alle Flugplätze, auch Biggin Hill im Süden Londons, waren auf das schwerste angeschlagen worden.

Als Voreinstimmung auf das kommende PC Spiel "Storm of War: Battle of Britain" und zur geschichtlichen Aufklärung möchten wir euch bei uns im Blog eine kleine Serie über das StG 2 "Immelmann" während des Einsatzes über England erzählen. Darüber hinaus wird jeder Abschnitt mit Original Aufnahmen des StG 2 "Immelmann"-Geschwaders, die kleinen kurzen Abschnitte ergänzen.
Am 10 Juli 1940 begannen deutsche Kampfflugzeuge in Vorbereitung der Englandpläne, die Insel konzentriert anzugreifen. Die Luftschlacht um England hatte begonnen.
England war längst auf den Kampf vorbereitet. Man erwartete die deutsche Invasion, als diese noch nicht einmal in der Planung feststand. Seebäder wurden vermint, Küstenstraßen blockiert und Wegweiser abmontiert. Die Homeguard bewaffnete sich zum Teil sogar mit Schrotflinten, Hieb- und Stichwaffen. Für England war es ein Vorteil, daß Hitler seine hoffnungen immer noch auf einen Verhandlungsfrieden setzte und nicht auf seine militärischen Berater hörte, die der Ansicht waren, daß Deutschland für ein derartiges Unternehmen nicht vorbereitet wäre, daß aber, wenn England jemals besiegt werden sollte, es wahrscheinlich jetzt und sofort geschehen müßte.
Petition gegen Tempelhof-Schließung
dochiq, am 29. Juli 2008 13:20 Uhr in: Geschichte Luftfahrt VerschiedenesPetition gegen Tempelhof-Schließung
Auf Anregung von Wagas von der III/JG 53 veröffentliche ich hier auch den Aufruf, bei der Petition gegen die Schließung des historischen Flughafens Berlin-Tempelhof (zur Geschichte des Flughafens: wikipedia) mitzumachen:
Sicherlich haben es einige von euch schon mitbekommen, der Flughafen Tempelhof soll dicht gemacht werden.
Es gab und gibt ja so einiges Gezedere darum. Nun wurde eine Petition dazu eingereicht um Tempelhof zum Weltkulturerbe erklären zu lassen. Dazu gibt es eine Unterschriften Sammlung, an der man auch per Internet teilnehmen kann.
Ich selber finde diese Aktion prima, warum soll so ein Geschichtsträchtiger Flughafen dicht gemacht werden?
Als lebendiger Geschichtsflughafen oder so ähnlich könnte man ihn doch weiter nutzen. Ähnliche Konzepte wurden ja auch schon angedeutet und auch wieder fallen gelassen. Was aus Tempelhof werden soll ist bisher ja nicht wirklich geklärt. Darum finde ich sollte man diese Aktion unterstützen.
Hier der Link zur Seite, es wird jede Stimme gebraucht: http://www.tempelhof-weltkulturerbe.de/
(Zitat Wagas)
Eine gute Sache, wie auch ich finde, auch wenn die Erfolgschancen wohl leider nicht so gut stehen. Aber meiner Meinung nach ist es ein Unding, dass so ein historisch einmaliger Flughafen geschlossen werden soll, auch wenn sicherlich über die Form der zukünftigen aktiven Nutzung zu debattieren wäre.
Der Krieg, der nie stattfand. Teil 1: Tom Clancy
dochiq, am 10. Juli 2008 11:29 Uhr in: Geschichte Buchtipps
Der Krieg, der nie stattfand. Teil 1:
tom Clancy, Red Storm Rising, New York 1986.
Neben dem Zweiten Weltkrieg richtete sich mein Interesse in den letzten Jahren vor allem auf den Kalten Krieg. Gerade die militärische Seite dieses Langzeitkonfliktes lädt dabei natürlich zu zahlreichen "Was-wäre-wenn"-Gedankenspielen ein, denn glücklicherweise ist aus dem kalten nie ein heißer Krieg geworden. Heutzutage natürlich nur noch von geschichtlichem Interesse, haben sich hauptsächlich zu Hochzeiten der Blockkonfrontation einige Leute, der eine mehr, der andere weniger kompetent, darüber Gedanken gemacht, wie denn ein Krieg zwischen Warschauer Pakt und NATO hätte aussehen können, wenn es nicht sofort zum gegenseitigen Austausch von nuklearen Grußbotschaften gekommen wäre. Das wahrscheinlichste Szenario eines konventionellen Krieges war natürlich ein massiver mechanisierter Angriff des Warschauer Paktes in Mitteleuropa (sprich: Deutschland) mit diversen Aktionen an der Peripherie (Skandinavien, Mittelmeer).
Beginnen wir die Betrachtung mit dem populärsten Beispiel der "what if"-Literatur: tom Clancys "Red Storm Rising" (in Deutschland als "Im Sturm" erschienen):
Der Plot ist recht simpel, dient er ja schließlich nur dafür, einen Vorwand für den Ausbruch der Kampfhandlungen zu finden: Irgendwann Mitte der 80er Jahre (dem Entstehungszeitraum des Buches) hat die UdSSR gravierende Probleme mit der Ölversorgung. Um dem abzuhelfen, plant die sowjetische Führung einen Angriff auf den ölreichen persischen Golf. Um dies erreichen zu können, muss aber vorher die NATO ausgeschaltet werden - mittels eines massiven Angriffs auf die Bundesrepublik Deutschland...
tom Clancy" >zum kompletten Artikel
Rezension: Hermann Hagena, Jagdflieger Werner Mölders. Die Würde des Menschen reicht über den Tod hinaus, Aachen 2008.
Hohe Wellen hat sie geschlagen, die Umbenennung des Jagdgeschwaders 74 "Mölders" der Luftwaffe vor drei Jahren. Bezug nehmend auf einen Bundestagsbeschluss von 1998, der in einem fast leeren Parlament - praktisch nur die PDS war da - zustandegekommen ist und ausgelöst durch einen tendenziösen, unsachlichen und schlecht recherchierten (wenn man da überhaupt von "Recherche" sprechen darf) "Kontraste"-Fernsehbericht von 2004, wurde dem JG 74 der Traditionsname "Mölders" aberkannt. Man hatte plötzlich "entdeckt", dass der 1941 bei einem Flugzeugabsturz umgekommene Jagdflieger Oberst Werner Mölders nicht "traditionswürdig" für die Soldaten der Bundeswehr sei. Aufhänger war seine Mitgliedschaft in der "Legion Condor": Mölders soll an Angriffen auf die Zivilbevölkerung in Spanien beteiligt gewesen sein, z.B. in Guernica, wobei man offensichtlich nicht einmal in der Lage war, nachzuschauen, ob Mölders zu dieser Zeit überhaupt in Spanien war. War er nämlich nicht. Und natürlich war Mölders überzeugter Nazi - denn welcher Soldat zwischen 33 und 45 war das schließlich nicht? Auf diesem "Niveau" bewegten sich die Anschuldigungen. Wie dem auch sei, nachdem ein Gutachten des MGFA eingeholt wurde, wurde der Namen aberkannt, auch wenn der damalige Verteidigungsminister Dr. Peter Struck dies scheinbar durchaus widerwillig tat.
Das Eisenschwein wird 50!
Am 27. Mai 1958 fand der Erstflug eines Flugzeuges statt, dass auch heute noch wie kaum ein anderes fasziniert: Die als "Phantom" bekanntgewordene McDonnell (später Mc Donnell Douglas) F-4 Phantom II.
Die Geschichte dieses Flugzeuges geht bis in den Oktober 1954 zurück, als die US Navy einen Entwicklungsauftrag für ein Angriffsflugzeug an die McDonnell Aircraft Corporation vergab. Bald wurde der Auftrag in einen trägergestützten Abfangjäger zur Flottenverteidigung geändert und am 27. Mai 1958 hob der erste Prototyp zu seinem Jungfernflug ab - der Beginn einer jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte. Schon 1961 rüsteten die ersten Navy-Staffeln auf die F-4B um, während ab 1963 auch die Air Force die Phantom als F-4C-Jagdbomber in ihr Arsenal aufnahm. Das Marine Corps folgte bald.
Die Bewährungsprobe kam dann auch bald in Form des Vietnamkrieges, während dessen 761 Phantoms verloren gingen - zum größten Teil durch die nordvietnamesische Flugabwehr. Im Luftkampf gegen MiGs erzielte die "Rhino" aber, wie die F-4 aufgrund ihres markanten Aussehens auch genannt wird, ein deutlich positives Abschussverhältnis.
Auch im Yom-Kippur-Krieg 1973 zeigten die Phantoms der IAF ihre Fähigkeiten. Aber auch hier gab es schwere Verluste, vor allem durch Flugabwehr.
ILA 2008 in Berlin
Jedes zweite Jahr findet in Berlin-Schönefeld die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) statt. Hinter dem spröden Namen verbirgt sich die letzte nennenswerte Airshow in Deutschland und der einzige Anlass, bei dem man hierzulande in großer Anzahl militärisches und ziviles Fluggerät am Boden und vor allem in der Luft bestaunen kann. Zwar spielt die ILA nicht in einer Liga mit den richtig großen Airshows wie dem RIAT o.ä., aber gerade dieses Jahr scheint dennoch einiges geboten zu werden. Dies betrifft vor allem die militärische Luftfahrt. War die ILA in den letzten Jahren zur alleinigen Bühne für die deutsche Luftwaffe verkommen (nur die USAF war noch nennenswert vertreten - leider nur im Static Display), so kann man sich dieses Jahr wieder über ein erheblich breiteres (Flug-)Program freuen. Neben der wieder groß angelegten Fähigkeitsdarstellung der Luftwaffe ("SNAP" = Significance of National Airpower) und der Heeresflieger mit buchstäblich dutzenden von Luftfahrzeugen gibt es einige Besonderheiten zu sehen, die alleine schon die Reise wert sind. Von einer F-86 Sabre über eine britische CH-47 und eine polnische MiG-29 zum absoluten Highlight: Ein B-1B-Bomber der USAF wird im Flug zu sehen sein. Angekündigt war auch eine Tu-95 Bear der russischen Streitkräfte, aber so wie es derzeit aussieht, ist deren Teilnahme wohl wieder gecancelt worden. Aber wer weiß - vieles entscheidet sich erst kurz vorher endgültig.
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