Focke Wulf fw 190
(Autor: MIKE)

Im Frühjahr 1938 beauftragte Ernst Udet, Leiter des technischen Amtes im Reichluftfahrtsministerium, Kurt Tank von Focke Wulf zur Entwicklung eines neuen Jägers, der die BF109 unterstützen sollte. Tank entwickelte eine Maschine, die in vielen Bereichen genau das Gegenteil der etablierten Messerschmitt war, die oft Schwächen aufzeigte. Das breite Fahrwerk, der große, luftgekühlte, Sternmotor und die komplett elektrische Steuerung des Flugzeuges machten die Konstruktion äußerlich komplett anders und zu einer Innovation. Der ab der Vorversion V5 eingesetzte, 1600 PS starken Motor BMW 801C war einzigartig. Nur ein Hebel vereinigte die ganze Motorsteuerung. Schub, Drehzahl, Gemisch, Übersetzung des Vorverdichters usw. wurde von einer Art Computer berechnet. Der Pilot hatte so mehr Zeit sich auf den Luftkampf zu konzentrieren. Weiters war die 190er sehr angenehm zu fliegen, bis auf die schlechte Sicht wegen dem großen Sternmotor war sie leichter zu landen und zu starten, war extrem schnell und hatte eine sehr gute Rollrate und hoher Sturzgeschwindigkeit.
Nach einigen Verbesserungen im Bereich der Motorkühlung und der Flügelform kam die erste Vorversion A0 an die Westfront zum JG26. Sie zeigte sich der zur gleichen Zeit eingesetzten spitfire Mk. V haushoch überlegen. Focke Wulf schossen alleine März 41 120 spitfire ab. Bald darauf wurde die 190er an der Ostfront eingesetzt. Die robuste Maschine, die von den unebensten Feldflugplätzen starten konnte, kam im Osten besonders gut zurecht. Focke Wulf A Jäger waren an allen Fronten im Einsatz. Die häufigste Version A8 war der Mustang und den späten spitfire unterlegen, sie war aber noch immer ein gefürchteter Gegner.
Im Jahre 1944 kam die erste „Dora" an die Front. Der für große Höhen ausgelegte Jäger besaß den Bombermotor Jumo 213 A1 und erreichte 685 km/h in mittleren Höhen und bot eine sehr gute Rundumsicht. Sie entwickelte sich zum besten deutschen Jäger des Zweiten Weltkriegs.
Im Laufe des Krieges erkannte man das ungeheure Potential der Focke Wulf als Jagdbomber. Die umgebauten A Versionen und später die F Versionen (sie flogen ohne Außenkanonen, besaßen eine gewölbte Haube und waren stärker gepanzert) konnten eine 500kg Bombe plus leichte Außenlasten aufnehmen und waren gefürchtete Schlachtflieger. Sie griffen biltzschnell an und verschwanden sofort wieder. Ab 1943 lösten sie die Ju 87 von den Schlachtverbänden ab.
Insgesamt wurden im Krieg ca. 20000 FW190 „Butcher Bird (Metzgervogel)" gebaut.
Die Stärken der fw 190 in IL-2 sind:
• Sind hat im unteren Geschwindigkeitsbereich eine gute Rollrate
• Sie stürzt extrem schnell und hat kein „Betonruder"-daher ist sehr gut zu kontrollieren
• Die Höchstgeschwindigkeit im Sturz ist extrem hoch (um die 850 km/h)
• Die Bewaffnung ist sehr stark
Die Schwächen sind:
• Man muss sie vorsichtig fliegen da sie oft spontan bei Manövern über die rechte Fläche abkippt
• Sobald sie ernsthaft getroffen ist, ist sie sehr schwer zu kontrollieren
• Die Sicht bei Landung und Start ist miserabel und nicht einfach zu kontrollieren
• Um die maximale Leistung zu erreichen muss man sie mit manuellen Prop-Pitch fliegen

Die Daten beziehen sich auf die Fw 190A-8 in IL-2:
Abmessungen:
Länge: 8,95m
Spannweite: 10,52m
Flügelfläche: 18,609 qm
Gewicht:
Leer: 3438kg
Start: 5250kg
Geschwindigkeit ( mit Zusatzleistung):
Meereshöhe: 550km/h
6500m: 650km/h
5500m: 665km/h
Benötigte Zeit für eine 360° Wende in 1000: 24sek
Steigflug auf 5000m: 6,8min
Steigfähigkeit im Luftkampf: 800m/min
Dienstgipfelhöhe: 11400m
Reichweite: 500km
Startgeschw.: 190km/h
Landegeschw.: 160km/h
Anflugsgeschw.: 190 km/h
Motor:
BMW 801 D2 + MW50 Einspritzung (Sternmotor,2 Reihen, 14 Zylinder, luftgekühlt)
Leistung Meereshöhe Luftkampf: 1450PS (2400 U/m; 1,32 ATM)
Leistung Meereshöhe Notleistung: 1750PS (2700 U/m; 1,42 ATM
Zusatzleistung: 2050PS (2700 U/m; 1,65 ATM)
Bewaffnung:
2x 13mm MG131
4x 20mm MG 151/20E
Bis zu 500kg Bomben oder Zusatztank
























